Donnerstag, 24. Februar 2022

Mioiqhseorqku, Dcmcegsbmrelw oder einfach Geheimschrift

Thema: Geheimschriften und Permutationen

Im Laufe des Jahres führen wir mit den Wichteln und Wölflingen meiner Gruppe gewisse Aktivitäten durch, die wir als "Pfaditechnik" bezeichnen. Manche Leute denken bei diesem Begriff vielleicht an Bodenzeichen oder Seilknoten und würden damit auch richtig liegen. Ein weiterer typischer Programmpunkt ist das Erlernen von Geheimschriften. Davon gibt es viele bekannte Ableger wie z. B. den Morse-Code oder die Cäsar-Verschlüsselung. Unseren Kindern zeigen wir zu Beginn aber meist einfachere Schriften wie z. B. gespiegelte Buchstaben, Zahlenfolgen oder die Rückwärtsschrift.

Eine andere, die bei uns leider immer wieder zu Diskussionen führt, ist die Keil- oder Winkelschrift:
 
alle 26 Zeichen der Geheimschrift

Dieser allgemein als Freimaurer-Chiffre (engl. pigpen cipher) bekannte Gittercode basiert auf einem Verschlüsselungsverfahren, das monoalphabetische Substitution genannt wird, weil dabei einzig die Buchstaben des regulären Alphabets durch andere Zeichen ersetzt werden. Die Umlaute Ä, Ö und Ü müssen in der Regel als AE, OE und UE umgeschrieben werden und das ß entweder als SS oder besser SZ. Manchmal werden aber auch einfach die Doppelpunkte der Umlaute über den Buchstaben beibehalten, wie z. B. in der LaTeX-Version (\usepackage{pigpen}):

hier als Beispiel das Wort "Lösshügelländer" oben mit und unten ohne Umlaute

Das hat allerdings den Nachteil, dass das Entziffern der Geheimbotschaft erheblich vereinfacht wird. Hier fällt uns außerdem ein weiterer Schwachpunkt einer solchen Verschlüsselung auf: zwei gleiche Zeichen hintereinander sind ebenso verdächtig. In deutschen Texten stehen sie meist für SS und können daher unter Umständen recht einfach zugeordnet werden. Nun aber zurück zu einem anderen Problem dieser Geheimschrift: Es gibt kein einheitliches Zeichenset für den Schlüssel sondern etliche verschiedene Versionen.

Der erste Unterschied liegt in der Bildung der Buchstabenpaare. Ich habe festgestellt, dass i. A. drei verschiedene Varianten zum Einsatz kommen:

1) Bei der "schnellen" Variante (englisches System) werden die dreizehn Zellen der Reihe nach (also #X) mit Paaren aufeinanderfolgender Buchstaben gefüllt:
Schlüssel und Zeichentabelle des UK-Systems (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX) 

Diese kommt beispielsweise bei der entsprechenden Schriftart in Microsoft Word zum Einsatz.

2) Bei der Standard-Variante werden erst die Zellen des 3x3-Rasters und danach die des Kreuzes in jeweils zwei Durchgängen (also ##XX) mit Buchstaben gefüllt:


Schlüssel und Zeichentabelle des Standard-Systems (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Diese entspricht dem Zeichensatz, der im LaTeX-Paket enthalten ist.

3) Bei der traditionellen Variante (US-amerikanisches System) werden die Zellen der beiden Raster nacheinander in zwei Durchgängen (also #X#X) mit Buchstaben gefüllt:

 

Schlüssel und Zeichentabelle des US-Systems (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Der Schlüssel der englischen Variante ist, meiner Meinung nach, ein wenig intuitiver als jener der anderen beiden. Falls man weder den Schlüssel, noch etwas zum Schreiben zur Hand hat, reicht es aus sich die 13 Zeichen ohne Punkt zu merken und von dort jeweils für den darauffolgenden Buchstaben weiterzurücken.

Der zweite Unterschied hängt mit der Leserichtung in den Gitterzellen zusammen. Grundsätzlich wird immer zuerst das 3x3-Raster durchlaufen und danach das Kreuz, aber es scheint eine gewisse Willkür bei der Anordnung der Buchstabenpaare im zweiten Raster zu geben.

In den meisten Zeichensätzen, die ich gefunden habe, wird ganz normal von links nach rechts und von oben nach unten gelesen. Das bedeutet, dass wir auch im Kreuz oben beginnen, danach die linke Seite, gefolgt von der rechten lesen und zum Schluss im unteren Feld landen. Ich persönlich bezeichne diese Leserichtung als Blitz, weil sie mich an das Widerspruch-Symbol aus der Mathematik erinnert. In manchen Fällen werden die Felder beim Kreuz jedoch stattdessen im bzw. gegen den Uhrzeigersinn oder gar versetzt gelesen:


Veraunschaulichung der gängigen Leserichtungen mit  Zahlen (oben) und Pfeilen (unten)

Wie viele verschiedene Schlüssel sind insgesamt möglich?

Zunächst klingt es vielleicht so, als ob wir dazu herausfinden müssten, wie viele verschiedene Sets von 13 Buchstabenpaaren wir bilden können. Da die Buchstaben alle unterscheidbar sind, handelt es sich dabei um eine Art Ziehen ohne Zurücklegen. Es gibt 26 über 2 Möglichkeiten für das erste Buchstabenpaar, 24 über 2 für das zweite und so weiter. Wir kommen so auf eine Verkettung von insgesamt dreizehn Binomialkoeffizienten und erhalten folgendes Ergebnis:

Das sind bereits mehrere Trilliarden Möglichkeiten, aber es gibt noch ein kleines Problem: Wir unterscheiden hier nicht zwischen Paaren wie z. B. AB und BA. In anderen Worten: Es ist nicht eindeutig, welcher Buchstabe dabei welches Zeichen der Geheimschrift belegt. Die Reihenfolge der Buchstaben in den beiden Rastern spielt aber durchaus eine Rolle. Wir müssen diesen Umstand also irgendwie berücksichtigen. 

Da alle Elemente unserer Grundmenge (das Alphabet) relevant sind, ist es nötig stattdessen die Anzahl aller möglichen Anordnungen (die sogenannten Permutationen) bestimmen. Wir suchen also alle Möglichkeiten um die 26 Buchstaben als Paare in die 13 Zellen zu schreiben. Es scheint zwar so, als ob die  Bildung der Paare eine Rolle spielt, aber eigentlich interessiert uns dabei nur, welcher Buchstabe an welchen der 26 Plätze kommt. Das geübte Lesepublikum weiß, dass wir es hier mit einer Fakultät zu tun haben:

Damit kommen wir sogar auf mehrere Quatrillionen mögliche Schlüssel für den Gittercode. Glücklicherweise sind nur relativ wenige davon intuitiv und somit brauchbar. Wir schränken die Auswahl nun auf jene Paarbildungen ein, die uns sinnvoll erscheinen: die drei oben beschriebenen Arten der Einteilung (Standard, UK und US). Wir bilden also drei Mengen für die Buchstabenpaare, die wir wiederum in jeweils zwei Teilmengen für die beiden unterschiedlichen Raster unterteilen: 

 

 

 

Im nächsten Schritt beziehen wir nur noch die gängigen Leserichtungen mit ein. Für die jeweils erste Teilmenge der beiden Varianten (also das 3x3-Raster) gibt es nur eine Möglichkeit für die Anordnung, wenn wir voraussetzen, dass hier immer von links nach rechts und oben nach unten gelesen wird. Ich habe bisher jedenfalls keinen Schlüssel gefunden, bei dem das 3x3-Raster eine andere Leserichtung aufweist. Beim zweiten Raster gibt es wiederum vier verschiedene Leserichtungen bzw. vier verschiedene Anordnungen für die Elemente der jeweils zweiten Teilmenge. Damit kommen wir in Summe auf immerhin zwölf mögliche Varianten für die Schlüssel. Ich habe hier die neun Permutationen zusätzlich zur Blitzleserichtung veranschaulicht:

neun weitere nachvollziehbare Kombinationsmöglichkeiten (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Wir sollten uns also nicht wundern, wenn eine andere Person Probleme damit hat unsere Geheimbotschaften zu entziffern, weil die Wahl des vermeintlich richtigen Schlüssels eben davon abhängt, welches System und welche Leserichtung man kennt.

Der Gittercode ist generell keine sichere Geheimschrift, aber wir können das Entschlüsseln zumindest ein wenig erschweren, indem wir verschiedene Schlüssel miteinander kombinieren. Dazu übersetzen wir zuerst unsere Geheimbotschaft mit einem Schlüssel in die Schriftzeichen und dann mit einem anderen Schlüssel zurück in deutsche Buchstaben. Diesen Schritt können wir theoretisch beliebig oft wiederholen. Der dadurch entstandene Text hat mit ziemlicher Sicherheit keinerlei Bedeutung mehr und kann nur dann problemlos dechiffriert werden, wenn man sowohl die verwendeten Schlüssel, als auch ihre Reihenfolge kennt.

Gewisse Schwachstellen verschwinden jedoch auch in diesem Fall nicht. Neben doppelten Buchstaben und den Häufigkeiten bestimmter Zeichen in der deutschen Sprache können wir auch den Umstand nutzen, dass der Buchstabe A in allen gängigen Varianten demselben Zeichen entspricht,  um den Code zu knacken.

Johannes C. Huber (ihnkqiofu jqeou, elgis zw dlhcqjqirij)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für wertvollen fachlichen Input von Stefan!

Quellen:

PS: Abgesehen von diesem Gittercode gibt es auch noch einen anderen, dessen Schlüssel mit nur einem 3x3-Raster auskommt. Dieses wird dabei nicht mit Paaren, sondern Tripeln von Buchstaben gefüllt und enthält als 27. Zeichen ein weiteres E:

beide Varianten des Schlüssels der einfacheren Version (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Das hängt vermutlich damit zusammen, dass der Buchstabe E in deutschsprachigen Texten mit Abstand am häufigsten vorkommt (17,4%) und so verhindern soll, dass die Geheimbotschaft deswegen zu einfach entziffert werden kann. Auch hier sind Abwandlungen möglich:

 beide Varianten des Schlüssels mit Punkten statt Zahlen (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Montag, 24. Januar 2022

Nicht alle, die impfen, gewinnen

Thema: Impflotterie und Bernoulli-Experimente

Vergangenes Jahr erwartete manche von uns eine zusätzliche Bescherung im Zuge der Aktion "Wer impft, gewinnt". Verlost wurden jedoch keine Stiche, sondern Sachpreise (u. a. ein Haus, ein Auto, Küchen und Fernseher). Im Februar 2022 sollte ursprünglich eine weitere solche "Impflotterie" starten. Dabei waren 500 €-Gutscheine für jede zehnte Teilimpfung und zusätzlich auch Prämien für Gemeinden vorgesehen:

Modalitäten der "Impflotterie" 2022 (Bildquelle: Der Standard/APA)

Mein Mitbewohner hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass viele Leute ihre individuellen Chancen falsch einschätzen, weil sie behaupten sie hätten mit jedem Stich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 10 %, also bei drei Impfungen insgesamt 30 %. Diese Überlegung ist allerdings zu einfach gedacht. Mehrere Personen haben bereits die tatsächlichen Gewinnwahrscheinlichkeiten berechnet. So auch die Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria:

Allerdings sind das nur die fertigen Ergebnisse ohne Rechenweg. Wir haben uns also den Spaß gemacht diese selbst zu berechnen und auch gleich die einzelnen Schritte mit zu liefern. Alles, was wir dafür brauchen, ist ein wenig Schulmathematik aus der Oberstufe. Wir haben es hier mit einem Bernoulli-Experiment zu tun, d. h. es gibt nur zwei mögliche Ausgänge. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Stich gewinnt beträgt 10 %, also ist die Gegenwahrscheinlickeit 90 %. Wir stellen uns vor, dass jemand mit drei Teilimpfungen bei drei Ziehungen mitmacht. Wir können also dreimal hintereinander jeweils gewinnen oder leer ausgehen:

Der Binomialkoeffizient in der Formel sorgt dafür, dass wir alle Möglichkeiten berücksichtigen. Nichts zu gewinnen geht nur auf eine Art und Weise. Bei einem Gewinn könnte das jedoch auf drei verschiedene Arten passieren. Ebenso bei zwei Gewinnen, weil wir uns überlegen können, dass es drei Möglichkeiten gibt einmal nicht zu gewinnen. Bei drei Gewinnen gibt es wiederum nur eine Möglichkeit.

Falls uns lediglich interessiert, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist überhaupt etwas zu gewinnen, ohne alle Teilwahrscheinlichkeiten zu kennen, ginge es auch schneller. Dazu arbeiten wir stattdessen mit der Wahrscheinlichkeit für das Gegenereignis, nämlich nichts zu gewinnen:

Obwohl die richtige Wahrscheinlichkeit in diesem Fall sogar sehr nahe an den vermeintlichen 30 % liegt, ist der zugehörige Rechenweg doch ein wenig komplizierter als einfach nur Prozente zu verdreifachen. Abgesehen davon müsste die richtige Bezeichnung für die Aktion diesmal jedenfalls lauten "Etwas mehr als eine Person von vier, die impft, gewinnt".

Johannes C. Huber (hält den Begriff "Impflotterie" für irreführend)

Samstag, 1. Januar 2022

Wie man schlechte Angewohnheiten wortwörtlich abwirft

Thema: Zigarettenschachteln und Formeln

Manche Leute haben zu Beginn eines neuen Jahres vor sich das Rauchen abzugewöhnen. Leider werden diese Ambitionen mit hoher Wahrscheinlichkeit nach ein paar Wochen oder Monaten wieder über Bord geworfen. Ich selbst bin Nichtraucher und werde mich in diesem Beitrag damit beschäftigen, mit welcher Wahrscheinlichkeit stattdessen die Auslöser für diese schlechte Angewohnheit geworfen werden. Es gibt nämlich ein Trinkspiel namens "Schachteln", bei dem eine Gruppe von Leuten der Reihe nach eine Zigarettenpackung auf den Tisch wirft. 

Die Spielregeln

Jeder Wurf ergibt eine bestimmte Anzahl von Punkten in Abhängigkeit davon, wie die Packung zum Liegen kommt. Das Ziel ist dabei stets ein mindestens gleich gutes Ergebnis zu werfen wie die Person davor. Falls man das nicht schafft, werden die bis dahin gewürfelten Punkte zusammengezählt und man muss eine entsprechende Anzahl Schlucke trinken.

Die Zigarettenpackung bzw. -schachtel kann o. B. d. A.* auf drei Arten zum Liegen kommen:

  • auf dem Bauch (Vorder- oder Rückseite): 1 Punkt (im Bild grün eingefärbt)
  • auf der Seite (eine der beiden Seiten): 2 bzw. 3 Punkte (im Bild gelb eingefärbt)
  • auf dem Kopf (Boden oder Deckel): 3 bzw. 5 Punkte (im Bild rot eingefärbt)

Manchmal wird auch noch berücksichtigt, dass die Schachtel auf dem Boden landen kann (unabhängig davon auf welcher Seitenfläche), wodurch die Runde gleich vorbei ist, aber das ist für meine weiteren Überlegungen nicht relevant. Abgesehen davon können weitere Regeln aufgestellt werden, z. B. dass nach fünfzehn Würfen eine Schnapsrunde ausgegeben muss. Wie wahrscheinlich ist es, dass das passiert?

Ein etwas anderer Würfel

Ich habe die Größe einer handelsüblichen Zigarettenschachtel recherchiert und bin auf folgende Maße gestoßen:

 

Quader einer Zigarettenschachtel (Bildquelle: eigene Darstellung mit Geogebra)

Diese Abmessungen sind die Norm damit man z. B. beim Bau von Zigarettenautomaten nicht vor dem Problem steht lauter unterschiedliche Größen berücksichtigen zu müssen. Vorsichtshalber habe ich mich auch bei einem echten Exemplar meines rauchenden Mitbewohners davon überzeugt, dass diese Dimensionen realitätsgetreu sind und festgestellt, dass sie stimmen. Mit den richtigen Angaben und der Flächenformel für Rechtecke können wir ganz einfach die Mantelflächenstücke berechnen:

Netz einer Zigarettenschachtel (Bildquelle: eigene Darstellung mit Geogebra)

Das ergibt in Summe eine Mantelfläche von 157 Quadratzentimeter. Wir gehen in weiterer Folge davon aus, dass jede Seite mit ihrer entsprechenden geometrischen Wahrscheinlichkeit "gewürfelt" werden kann**. Die korrespondierenden relativen Anteile der Teilflächen sind wie folgt:

Der Spielverlauf

Ein Durchgang beinhaltet immer mindestens zwei Würfe, weil die Schachtel beim ersten Wurf zumindest auf der Seite landen muss, damit beim nächsten Wurf überhaupt jemand ein weniger gutes Ergebnis haben kann. Es gibt somit drei verschiedene Möglichkeiten bzw. Pfade dafür, dass der Durchgang bereits nach zwei Würfen vorbei ist:

  • Seite beim 1. und Bauch beim 2. Wurf
  • Kopf beim 1. und Bauch beim 2. Wurf
  • Kopf beim 1. und Seite beim 2. Wurf
Das sind gleichzeitig die einzigen Möglichkeiten, wie Pfade mit mehr als zwei Würfen enden können. Mit der zweiten Pfadregel für Baumdiagramme kommen wir auf die dazugeörende Wahrscheinlichkeit:

Im Schnitt endet also ungefähr jede vierte Runde bereits nach nur zwei Würfen. Mit derselben Überlegung können wir auch die Wahrscheinlichkeiten für eine größere Anzahl von Würfen ermitteln:

Pfade und Wahrscheinlichkeit für drei Würfe:

  • Bauch beim 1., Seite beim 2. und Bauch beim 3. Wurf
  • Bauch beim 1., Kopf beim 2. und Bauch beim 3. Wurf
  • Bauch beim 1., Kopf beim 2. und Seite beim 3. Wurf
  • Seite beim 1., Seite beim 2. und Bauch beim 3. Wurf
  • Seite beim 1., Kopf beim 2. und Bauch beim 3. Wurf
  • Seite beim 1., Kopf beim 2. und Seite beim 3. Wurf
  • Kopf beim 1., Kopf beim 2. und Bauch beim 3. Wurf
  • Kopf beim 1., Kopf beim 2. und Seite beim 3. Wurf

 Pfade und Wahrscheinlichkeit für vier Würfe:

  • Bauch beim 1. Bauch beim 2., Seite beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Bauch beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Bauch beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Seite beim 2., Seite beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Seite beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Seite beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf
  • Bauch beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf 
  • Bauch beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf 
  • Seite beim 1., Seite beim 2., Seite beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Seite beim 1., Seite beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf
  • Seite beim 1., Seite beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf
  • Seite beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf 
  • Seite beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf 
  • Kopf beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Bauch beim 4. Wurf 
  • Kopf beim 1., Kopf beim 2., Kopf beim 3. und Seite beim 4. Wurf 

Nun wissen wir, dass im Schnitt mehr als zwei Drittel aller Durchgänge bereits nach vier oder weniger Würfen enden, aber die Wahrscheinlichkeiten dafür zu berechnen wurde jedes Mal aufwendiger. Bei fünf oder mehr Würfen müssten wir noch mehr Pfade berücksichtigen und Unmengen von Brüchen multiplizieren. Deshalb schauen wir uns stattdessen an, wie die Zusammensetzung der Wurfergebnisse für alle Möglichkeiten aussieht und ob wir dabei ein Muster erkennen. 

Pfade verlängern

Wenn wir Anzahl der Würfe um eins erhöhen, können wir den zusätzlichen Wurf klarerweise nicht hinten anhängen, weil der Durchgang dann schon vorbei ist. Wir könnten ihn überall, wo es möglich ist, dazwischen einschieben, aber am einfachsten ist es ihn an den Anfang zu geben, und wir sehen auch gleich warum. Dazu betrachten wir die drei Möglichkeiten für den zusätzlichen Wurf einzeln:

  • Falls die Schachtel beim ersten Wurf auf dem Bauch landet, spielt es keine Rolle, was als Nächstes geworfen wird, da das Ergebnis nicht unterboten werden kann. In anderen Worten: Mit dem "Bauchwurf" können wir jede der vorigen Möglichkeiten um einen Wurf verlängern.
  • Falls sie stattdessen zu Beginn auf der Seite landet, fallen ein paar Möglichkeiten weg und zwar genau so viele, wie es in der vorletzten Stufe insgesamt gegeben hat. Das liegt daran, dass alle Möglichkeiten, die wir zuvor mit einem Bauchwurf verlängern konnten, in der aktuellen Stufe dazu führen würden, dass der Durchgang zu früh abbricht.
  • Falls sie dabei jedoch auf dem Kopf landet, kommen stets nur zwei Möglichkeiten in Frage, und zwar jene, bei denen das ebenfalls so begonnen hat. Das liegt daran, dass in diesem Fall, bis auf den letzten Wurf nur Kopflandungen in Frage kommen damit der Durchgang nicht früher zu Ende geht.

Zwei Arten von Formeln für die Anzahl der Pfade

Wir können die Anzahl der Pfade als Folge in der rekursiven Form aufschreiben: 

Somit kommen wir bei vier Würfen auf 8 + (8 - 3) + 2 = 15 und bei fünf Würfen auf 15 + (15 - 8) + 2 = 24 und so weiter. Dabei fällt uns auf, dass wir als Schritt von einer Stufe zur nächsten jeweils größer werdende ungerade Zahlen addieren. Das spitzfindige Lesepublikum weiß, dass die Partialsummen der ungeraden Zahlen die Quadratzahlen sind. Da wir in diesem Fall die Zahl 1 auslassen lautet eine explizite Formel für die Anzahl der Möglichkeiten:

Diese hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie für alle Würfe größer gleich 1 gilt und wir deshalb keine Vorstufen extra behandeln müssen. Nun ist es ein Leichtes die Anzahl der Möglichkeiten für eine vorgegebene Anzahl von Würfen zu bestimmen:

Tabelle mit der Anzahl der Pfade bis 15 Würfe

Jetzt wissen wir nicht nur, was wir suchen, sondern auch, wie viele Möglichkeiten wir dafür in Betracht ziehen müssen. Beim Aufschreiben der einzelnen Pfade können wir also zumindest kontrollieren, ob wir alle berücksichtigt haben.

Weniger ist mehr

Da die Schreibweise mit den Teilwahrscheinlichkeiten als Brüche eher umständlich ist, verwenden wir ab jetzt stattdessen einfach die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Seitenflächen, was schon erheblich kürzer ist:

Das Ganze wird noch einmal wesentlich kompakter, wenn wir die Reihenfolge der Wurfergebnisse ignorieren und stattdessen die Buchstaben der jeweiligen Seitenflächen in alphabetischer Reihenfolge aufschreiben. Zusätzlich dazu können wir mehrfach vorkommende Einträge zusammenfassen:

Rekursive Formel für die Wahrscheinlichkeit

Leider wird auch diese Schreibweise schnell unübersichtlich, aber mehr als 200 Pfade für fünfzehn Würfe aufzuschreiben sollte ohnehin nicht Sinn der Sache sein. Bei der vorigen Variante fällt allerdings auf, dass wir die Summanden in drei Kategorien aufteilen können, und zwar abhängig davon, mit welchem ersten Wurf sie in der nächsten Stufe ergänzt werden. Dazu heben wir einfach den entsprechenden Faktor heraus um uns eine rekursive Formel zu basteln:

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20B%20\cdot%20(...)%20+%20S%20\cdot%20(...)%20+%20K%20\cdot%20(...)

Nun müssen wir nur noch die drei Lücken füllen. Jede Möglichkeit der vorangehenden Stufe kann mit einem weiteren Bauchwurf verlängert werden. Deshalb können wir die erste Lücke mit der vorangehenden Wahrscheinlichkeit füllen.

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20B%20\cdot%20P(X%20=%20n-1)%20+%20S%20\cdot%20(...)%20+%20K%20\cdot%20(...)

Da es außerdem nur zwei Möglichkeiten gibt, die mit einem weiteren Kopfwurf verlängert werden können, müssen wir die dritte Lücke nur mit der entsprechenden Anzahl an Würfen füllen:

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20B%20\cdot%20P(X%20=%20n-1)%20+%20S%20\cdot%20(...)%20+%20K%20\cdot%20(BK^{n-2}%20+%20SK^{n-2})

Der schwierigste Teil ist die Lücke in der Mitte, weil hier ja nicht alle Möglichkeiten in Frage kommen, aber wir haben bereits festgestellt, dass wir die verbleibenden erhalten indem wir die Anzahl der Möglichkeiten der vorletzten Stufe abziehen. Dabei müssen wir berücksichtigen, dass nur ein Teil der Pfade mit einem Seitenwurf verlängert werden kann. Um auch diesen Umstand in die Formel hinein zu bekommen benötigen wir einen Faktor, der dafür sorgt, dass nur die passenden Pfade ausgewählt werden. Dazu gehen wir zuerst zwei Stufen zurück um alle Pfade zu erwischen und dann noch einmal eine um jene abzuziehen, die mit einem Bauchwurf beginnen. Somit haben wir auch die mittlere Lücke gefüllt und eine allgemeine Formel für fünf oder mehr Würfe gefunden:

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20B%20\cdot%20P(X%20=%20n-1)%20+%20S%20\cdot%20(S%20\cdot%20(P(X%20=%20n-2)%20\%20-

                            https://latex.univie.ac.at/?B%20\cdot%20P(X%20=%20n-3))%20+%20BK^{n-2}%20+%20SK^{n-2})%20+%20K%20\cdot%20(BK^{n-2}%20+%20SK^{n-2})

Hier die vollständige Formel inklusive aller Vorstufen ein wenig kompakter notiert: 

https://latex.univie.ac.at/?k(n)%20=%20BK^{n-2}%20+%20SK^{n-2}%20\qquad%20P(X%20=%201)%20=%200%20\qquad%20P(X%20=%202)%20=%20BS%20+%20BK%20+%20SK

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20B%20\cdot%20P(X%20=%20n-1)%20+%20S^2%20\cdot%20(P(X%20=%20n-2)%20-%20B%20\cdot%20P(X%20=%20n-3))%20+%20(S%20+%20K)%20\cdot%20k(n)

Damit können wir mit vergleichsweise wenig Aufwand die Wahrscheinlichkeiten für eine vorgegebene Anzahl von Würfen ermitteln solange diese nicht allzu groß ist:

Wahrscheinlichkeitstabelle bis 15 Würfe (auf dritte Nachkommastelle gerundet)

Explizite Formel für die Wahrscheinlichkeit

Rekursive Formeln haben den Nachteil, dass wir unter Umständen sehr viele Ergebnisse berechnen müssen, bis wir zu dem kommen, das wir eigentlich haben wollen. Falls wir stattdessen den direkten Weg einschlagen möchten, brauchen wir wieder eine explizite Formel. Leider ist es oft gar nicht so einfach aus einer rekursiven eine explizite Formel herzuleiten. In diesem Fall sind immerhin die beiden Summanden mit den Kopfwürfen bereits explizit, aber für alle anderen, die sich auf eine vorangehende Wahrscheinlichkeit beziehen, müssten wir eine Möglichkeit finden die Rekursivität zu umgehen. Ich habe versucht eine explizite Formel zu finden und hier ist mein bestes Resultat:

https://latex.univie.ac.at/?P(X%20=%20n)%20=%20\displaystyle\sum_{i,%20j=1}^{n}%20aB^iS^j%20+%20\displaystyle\sum_{i,%20k=1,%20j=0}^{n}%20bB^iS^jK^k%20+%20\displaystyle\sum_{i=0,%20j,k=1}^{n}%20cB^iS^jK^k

https://latex.univie.ac.at/?a,%20b,%20c%20=%201%20\%20(\text{falls%20}%20i%20+%20j%20+%20k%20=%20n)%20\qquad%20a,%20b,%20c%20=%200%20\%20(\text{sonst.})

Dazu habe ich die Pfade wieder in drei Kategorien eingeteilt und zwar diesmal abhängig davon, wie sie enden. Das erste Produkt steht für jene, die am Ende erst einen Seiten- und dann einen Bauchwurf haben, das mittlere für Kopf- und Bauchwurf und das letzte für Kopf- und Seitenwurf. Die Konstanten a, b und c sorgen dafür, dass nur jene Summanden zustande kommen, die den Durchgang nicht vorzeitig abbrechen. Da diese Formel allerdings weder übersichtlich, noch einfach zu verwenden ist, fürchte ich, dass ich mich geschlagen geben muss. Vielleicht ist es in diesem Fall gar nicht möglich eine bequeme Formel zu finden, aber falls doch, übersteigt es meine Fähigkeiten.

Nichtsdestotrotz habe ich eine Antwort auf meine Frage gefunden. Ab 10 Würfen beträgt die jeweilige Wahrscheinlichkeit bereits weniger als 1 % und ein Durchgang dauert mit über 99 % Wahrscheinlichkeit 12 Würfe oder weniger. Die Schnapsrunde nach 15 Würfen bezieht sich vermutlich gar nicht auf einen einzelnen Durchgang, aber falls doch, dann ist es extrem unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintreten wird und jemand Getränke spendieren muss. 

Johannes C. Huber (nimmt sich vor heuer noch ein Python-Programm zu diesem Beitrag zu schreiben)

* Wir ignorieren die Möglichkeit, dass die Packung auf einer Kante oder gar Ecke aufkommt und so stehen bleibt.
** Selbstverständlich macht es z. B. einen Unterschied, ob die Packung voll, leer oder teilweise gefüllt ist. Abgesehen davon spielt sicherlich auch das Material der Schachtel eine Rolle. Alle derartigen Faktoren werden in meinem Beitrag aber der Einfachheit halber außer Acht gelassen.

Freitag, 24. Dezember 2021

Welchen Kalender haben wir heute?

Thema: Kalender und Teilbarkeit

Ein neues Jahr steht vor der Tür und damit auch ein neuer Kalender. Als Lehrer beginnt meine Zeitrechnung allerdings schon im Herbst. Wir bekommen zu Schulbeginn eine Vielzahl von unterschiedlichen Exemplaren zugeschickt und ich habe meinen Schreibtisch und meine Pinnwand bereits vor Monaten damit tapeziert. Danach habe ich mich gefragt, warum ich mir überhaupt jedes mal aufs Neue diesen Aufwand mache. Selbstverständlich ist kein Jahr wie das andere, aber der Kern der Sache sind und bleiben Wochentage und Daten.

Wie viele verschiedene Kalender brauchen wir eigentlich? (Bildquelle: Johannes C. Huber)

Natürlich kann ich auch einen Kalender vom Vorjahr wieder verwenden, aber dann passen Wochen- und Monatstage nicht mehr zusammen. Ich meine also, dass wir physische Exemplare haben, mit denen wir für jedes Jahr gerüstet sind. Mir sind prompt ein paar mögliche Antworten auf diese Frage eingefallen:

  • keinen: Ein Kalender ist, genauso wie das Konzept von Wochentagen, von Menschen gemacht und niemand zwingt uns dazu bei diesem Spiel mitzumachen. Wir könnten das Kalenderjahr sowie seine Monate, Wochen und Tage also einfach gekonnt ignorieren.
    Problem: Einem Jahr so und so viele Tage beizumessen hat gute Gründe und es ist in vielerlei Hinsicht praktisch zu wissen, welchen Wochentag und welches Datum wir jeweils haben.
  • einer: Wir können uns stattdessen einen Wochenplaner anschaffen und damit hat sich die Sache. In gewisser Hinsicht ist das nämlich eine Art zeitloser Wochenkalender. Ganz egal wo im Jahr wir uns befinden, Woche bleibt Woche und das ändert sich auch dann nicht, wenn innerhalb einer Woche ein Jahresübergang stattfindet. Diese Variante ist so einfach, wie elegant.
    Problem: Leider gibt sie uns keinerlei Information über das genaue Datum.
  • zwei: Ein zeitloser Tageskalender bzw. Jahreskalender ist schon wesentlich genauer als ein entsprechender Wochenkalender, weil wir dann immerhin wissen, welches Datum wir haben. Wir bräuchten zwei Stück: einen für reguläre und einen für Schaltjahre.
    Problem: Allerdings opfern wir dafür die Information über den Wochentag.
  • vier: Falls es uns genügt einen zeitlosen Monatskalender zu verwenden, kommen wir mit vier Stück aus, weil es vier Möglichkeiten für die Länge eines Monats gibt (28, 29, 30 oder 31 Tage).
    Problem: Auch hier verzichten wir auf die Information über den Wochentags.

 
Beispiel für einen zeitlosen Wochenkalender (Bildquelle: Johannes C. Huber)

Ich möchte die Fragestellung daher ein wenig präzisieren: "Wie viele verschiedene analoge Kalender brauchen wir, wenn wir genau wissen möchten, welches Datum und welchen Wochentag wir haben und außerdem für jede Kombination von Wochentagen und Daten ausgerüstet sein möchten?"

Zunächst sollten wir uns überlegen, welche Kombinationen überhaupt möglich sind. Ein reguläres Jahr hat 365 Tage und wird in Wochen zu je 7 Tagen unterteilt. Abgesehen davon gibt es alle vier Jahre noch ein sogenanntes Schaltjahr mit einem zusätzlichen Tag am 29. Februar wodurch wir auf 366 Tage kommen. Das ergibt in Summe 52 Wochen, aber das geübte Lesepublikum weiß, dass es eigentlich ein bisschen mehr sind, da weder 365, noch 366 restlos durch 7 teilbar ist.

https://latex.univie.ac.at/?365%20\equiv%201%20\text{%20mod%20}%20\%207%20%20\quad%20\text{%20und%20}%20\quad%20366%20\equiv%202%20\text{%20mod%20}%20\%207

Dadurch verschieben sich die Wochen jedes Jahr um einen Tag und jedes Schaltjahr um zwei Tage. Das bedeutet, dass sich auch jedes Datum jährlich um einen Tag und alle vier Jahre um zwei Tage verschiebt. Falls wir ein Jahr betrachten, in dem der 1. Jänner auf einen Montag fällt, wissen wir sofort, dass der 1. Jänner im Jahr darauf ein Dienstag ist. Falls dieses Jahr ein Schaltjahr ist, fällt der 1. Jänner im nächsten Jahr stattdessen auf einen Mittwoch.

Da es genau genommen gar keine Rolle spielt, welchen Tag wir als Startpunkt wählen, schauen wir uns den 28. Februar an, damit wir den darauf folgenden zusätzlichen Tag der Schaltjahre im Blick haben:

Tabelle zum Zyklus identischer Jahre (Bildquelle: eigene Darstellung mit LaTeX)

Eine kleine Erläuterung meiner Tabelle: In der ersten Spalte links sehen wir die Nummer des jeweiligen Jahres und in den beiden Spalten rechts davon den Wochentag des 28. und 29. Februar in diesem Jahr. In den restlichen sieben Spalten steht die Anzahl des jeweiligen Wochentags in diesem Jahr. Wir sehen, dass es einerseits maximal zwei Wochentage gibt, die in einem Jahr 53-mal vorkommen und andererseits insgesamt 28 (= 7 mal 4) Jahre dauert, bis dieser Zyklus (auch bekannt als Sonnenzirkel) wieder von vorne beginnt, weil erst dann der Schaltjahrtag alle sieben Wochentage belegt hat.

Nun sollte klar sein, dass "nur" 14 verschiedene Kalender nötig sind. Wir brauchen einmal sieben Stück, weil jedes Datum alle sieben Wochentage treffen kann und dann noch einmal sieben weitere für die Schaltjahre, weil das auch für den 29. Februar gilt.

Johannes C. Huber (verwendet nach Möglichkeit keine analogen Kalender mehr)